Klinischer Fall

All-on-4

Nach dem Eingriff
Po zákroku

Umfassende Gebissrehabilitation nach dem All-on-4®-Konzept mit Sofortbelastung der Implantate und definitiver Zirkonrekonstruktion auf individuellen Titanstegen

Behandlungsdauer

6 Monate

Behandlungszeit in der Klinik

7 Besuche

Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff

Ausgangssituation und Behandlungsplan

Die Patientin stellte sich in unserer Klinik mit dem Wunsch nach einer umfassenden Sanierung ihres seit Langem unzureichenden Gebisszustands vor, der nicht nur die Ästhetik ihres Lächelns, sondern insbesondere auch die Kaufunktion, den Komfort bei der Nahrungsaufnahme sowie ihre allgemeine Lebensqualität erheblich beeinträchtigte.

Bei der klinischen Eingangsuntersuchung wurde eine generalisierte Parodontitis diagnostiziert, die das gesamte Gebiss betraf. Der klinische Befund umfasste eine ausgeprägte Gingivitis, multiple kariöse Läsionen, mehrere verbliebene Zahnwurzelreste (Radices) sowie eine pathologische Zahnlockerung Grad III aller verbliebenen Zähne. Die Langzeitprognose für den Erhalt der natürlichen Zähne wurde als ungünstig eingestuft.

Zusätzlich wurden eine ausgeprägte Malokklusion, gestörte Kieferrelationen sowie der Verlust mehrerer Seitenzähne festgestellt. Diese Veränderungen führten zu einer ungleichmäßigen Verteilung der Kaukräfte, einer Überbelastung der verbliebenen Zähne, einem fortschreitenden Zusammenbruch der Okklusion sowie einer Beeinträchtigung der Gesichtsästhetik.

Nach einer umfassenden klinischen und radiologischen Diagnostik wurde die Entscheidung getroffen, eine vollständige Rehabilitation des Ober- und Unterkiefers nach dem All-on-4®-Konzept durchzuführen. Das Behandlungskonzept umfasste die Sofortbelastung der Implantate sowie die anschließende Versorgung mit definitiven verschraubten Zirkonbrücken auf individuell gefrästen Titanstegen.

Klinischer Fall

Ausgangsbefund

Vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Behandlungsablauf

Behandlungsablauf

Phase 1 – Diagnostik

  • Klinische Untersuchung
  • Orthopantomogramm (OPG)
  • Digitale Volumentomographie (CBCT)
  • Fotodokumentation
  • Digitaler intraoraler Scan
  • Diagnosestellung und Erstellung eines individuellen Behandlungsplans

Phase 2 – Präoperative Vorbereitung

  • Professionelle intensive Dentalhygiene
  • Lasertherapie der Weichgewebe
  • Atraumatische Extraktion der Wurzelreste der Zähne 16, 24 und 25
  • Erneuter digitaler intraoraler Scan nach Abschluss der Vorbehandlung
  • Einweisung in die häusliche Mundhygiene

Digitale Behandlungsplanung

  • Digitale Planung der neuen Okklusion, Zahnanatomie und Ästhetik
  • Erstellung digitaler und physischer Modelle des Ober- und Unterkiefers
  • Herstellung von zwei individuellen navigierten Operationsschablonen für Ober- und Unterkiefer

- Herstellung chirurgischer Navigationsschablonen (Unterkiefer)

- Herstellung chirurgischer Navigationsschablonen (Oberkiefer)

Phase 3 – Chirurgische Behandlung

  • Atraumatische Extraktion aller verbliebenen Zähne
  • Navigierte Insertion von vier Neobiotech IS III Active Implantaten im Oberkiefer
  • Navigierte Insertion von vier Neobiotech IS III Active Implantaten im Unterkiefer
  • Digitaler Implantatabdruck

Phase 4 – Sofortbelastung

  • Herstellung provisorischer implantatgetragener Brücken
  • Eingliederung verschraubter provisorischer Brücken am Tag nach der Operation
  • Kontrolle der Okklusion, OPG und Fotodokumentation

Phase 5 – Nachkontrolle

  • Kontrolluntersuchung nach drei Monaten
  • Beurteilung der Implantatstabilität, der periimplantären Weichgewebe sowie der Mundhygiene

Phase 6 und 7 – Definitive prothetische Versorgung

  • Entfernung der provisorischen Brücken
  • Austausch der Multi-unit-Abutments
  • Definitive digitale Abformung
  • Herstellung definitiver verschraubter Brücken aus IPS e.max ZirCAD Prime auf individuell gefrästen Titanstegen
  • Eingliederung der definitiven Versorgung
  • Okklusionskontrolle mittels OccluSense®, OPG, Fotodokumentation sowie abschließende Mundhygieneinstruktion
ALL ON 4

Behandlungsverlauf

Erster Termin – Digitale Diagnostik (ca. 2 Stunden)

Der erste Behandlungstermin dauerte etwa zwei Stunden und war vollständig der umfassenden digitalen Diagnostik gewidmet.

Folgende Untersuchungen wurden durchgeführt:

  • Orthopantomogramm (OPG)
  • Digitale Volumentomographie (CBCT)
  • Vollständige klinische Fotodokumentation
  • Digitaler intraoraler Scan des Ober- und Unterkiefers

Die CBCT-Untersuchung ermöglichte eine präzise Beurteilung von Knochenqualität und Knochenvolumen, der anatomischen Strukturen sowie der implantologischen Behandlungsmöglichkeiten.

Der digitale intraorale Scan erfasste den aktuellen Zustand der Zähne, der Okklusion und der Weichgewebe mit höchster Präzision und machte konventionelle Abformmaterialien überflüssig.

Im Rahmen des ersten Termins fand außerdem ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Der behandelnde Zahnarzt erläuterte der Patientin detailliert sämtliche Behandlungsphasen, den zeitlichen Ablauf sowie das zu erwartende funktionelle und ästhetische Ergebnis.

Auf Grundlage aller erhobenen Befunde wurde ein individueller Behandlungsplan erstellt, der den chirurgischen, prothetischen und zahntechnischen Teil der Behandlung umfasste.

Die Gesamtdauer der Rehabilitation wurde auf etwa sechs Monate festgelegt.

Zweiter Termin – Präoperative Vorbereitung (ca. 2 Stunden)

Aufgrund der ausgeprägten parodontalen Erkrankung war es erforderlich, das orale Milieu vor dem chirurgischen Eingriff zunächst zu stabilisieren.

Während des zweiten Termins wurden eine professionelle Tiefenreinigung des Gebisses sowie eine Lasertherapie der Weichgewebe durchgeführt.

Gleichzeitig wurden die Wurzelreste der Zähne 16, 24 und 25 atraumatisch entfernt, da sie chronische Infektionsherde darstellten und langfristig nicht erhaltungswürdig waren.

Nach Abschluss der Hygienephase und der Extraktionen wurde ein neuer digitaler intraoraler Scan des Ober- und Unterkiefers durchgeführt.

Ziele dieser Behandlungsphase

  • Entfernung harter und weicher Zahnbeläge
  • Beseitigung chronischer Infektionsherde
  • Reduktion des bakteriellen Biofilms
  • Verminderung der aktiven parodontalen Entzündung
  • Schaffung optimaler biologischer Voraussetzungen für die postoperative Heilung
  • Verringerung des Risikos postoperativer Komplikationen

Die präoperative Hygienephase stellte einen wesentlichen Bestandteil des gesamten Behandlungskonzepts dar. Durch die deutliche Reduktion der mikrobiellen Belastung der Mundhöhle wurden optimale Voraussetzungen für die chirurgische Therapie geschaffen.

Dank dieser Vorbereitung konnten alle verbliebenen Zähne in derselben Sitzung atraumatisch entfernt und die Implantate unmittelbar inseriert werden – ein entscheidender Schritt für den Erfolg der Rehabilitation nach dem All-on-4®-Konzept.

Instruktion zur häuslichen Mundhygiene

Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieses Termins war die ausführliche Patientenaufklärung.

Die Dentalhygienikerin erklärte der Patientin die Bedeutung einer konsequenten Mundhygiene sowohl vor als auch nach der Implantation.

Die Patientin erhielt detaillierte Anweisungen zur richtigen Reinigung der natürlichen Zähne sowie der zukünftigen implantatgetragenen Versorgung. Dabei wurde hervorgehoben, dass der langfristige Erfolg einer implantologischen Behandlung nicht nur von der chirurgischen Präzision, sondern vor allem von einer sorgfältigen täglichen Mundhygiene abhängt.

Entsprechend dem klinischen Befund wurden der Patientin individuell folgende Hilfsmittel empfohlen:

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Interdentalbürsten
  • Einbüschelbürste
  • Weitere spezielle Hilfsmittel zur Pflege implantatgetragener festsitzender Brücken

Die Patientin zeigte sich während des gesamten Behandlungsverlaufs äußerst motiviert und hielt alle empfohlenen Hygienemaßnahmen konsequent ein.

Digitale Behandlungsplanung (Laborphase)

Nach Abschluss der diagnostischen Untersuchungen begann die Laborphase der Behandlung, die ohne Anwesenheit der Patientin durchgeführt wurde und etwa acht Stunden gemeinsamer Arbeit des behandelnden Zahnarztes und Zahntechnikers erforderte.

In einer spezialisierten CAD/CAM-Software wurden die Daten aus der CBCT-Untersuchung, den digitalen intraoralen Scans, der Fotodokumentation sowie der Analyse der Kieferrelationen zusammengeführt. Auf dieser Grundlage wurde eine virtuelle Rekonstruktion des zukünftigen Gebisses erstellt, einschließlich der neuen Zahnanatomie, Zahnlänge, Zahnform, Okklusion und Smile-Design.

Anschließend wurden im hauseigenen Dentallabor digitale und physische Modelle des Ober- und Unterkiefers hergestellt. Dadurch konnten Funktion und Ästhetik der geplanten Rekonstruktion bereits vor dem chirurgischen Eingriff überprüft werden.

Der Patientin wurde außerdem eine digitale Vorschau ihres zukünftigen Lächelns präsentiert.

Herstellung der navigierten Operationsschablonen

Nach Abschluss der digitalen Planung wurden zwei individuelle chirurgische Navigationsschablonen gefertigt.

Eine Schablone war für den Oberkiefer, die zweite für den Unterkiefer bestimmt.

Beide Schablonen wurden zahngetragen konstruiert, wodurch während der Operation eine maximale Stabilität gewährleistet wurde.

Im digitalen Behandlungsplan wurden präzise definiert:

  • Position der Implantate
  • Implantatachse
  • Insertionstiefe
  • Implantatangulation
  • Prothetisch optimale Ausrichtung

Die navigierte Implantatchirurgie ermöglichte eine Implantation entsprechend dem zuvor erstellten digitalen Behandlungsplan mit höchster Präzision. Gleichzeitig wurde die chirurgische Invasivität reduziert und die Vorhersagbarkeit der Behandlung deutlich erhöht.

Dritter Behandlungstermin – Chirurgische Phase (ca. 4 Stunden)

Nach Abschluss der digitalen Planung und der präoperativen Vorbereitung wurde die chirurgische Hauptphase der Behandlung durchgeführt.

Der Eingriff dauerte etwa vier Stunden und erfolgte unter Lokalanästhesie.

Zu Beginn der Operation wurden zunächst ausschließlich jene Zähne atraumatisch entfernt, die nicht zur Stabilisierung der Operationsschablonen benötigt wurden.

Das Belassen der verbleibenden Stützzähne gewährleistete eine präzise und stabile Positionierung der chirurgischen Schablonen während der navigierten Implantation.

Durch die Kombination der CBCT-Daten, der digitalen intraoralen Scans und der virtuellen Behandlungsplanung konnte der digitale Operationsplan exakt in die Mundsituation der Patientin übertragen werden.

Im Rahmen der navigierten Implantation wurden eingesetzt:

  • vier Neobiotech IS III Active Implantate im Oberkiefer;
  • vier Neobiotech IS III Active Implantate im Unterkiefer.

Alle Implantate wurden exakt an den zuvor geplanten Positionen mit optimaler Tiefe, Achsrichtung und Angulation inseriert, um ideale Voraussetzungen für die spätere definitive prothetische Versorgung zu schaffen.

Dank der präzisen digitalen Planung konnte bei allen Implantaten eine ausgezeichnete Primärstabilität erreicht werden, wodurch die Durchführung des Sofortbelastungsprotokolls (Immediate Loading) möglich wurde.

Erst nach erfolgreicher Insertion sämtlicher Implantate wurden die verbliebenen Stützzähne atraumatisch entfernt.

Dieses chirurgische Vorgehen gewährleistete während des gesamten Eingriffs eine maximale Stabilität des Navigationssystems und erlaubte die kompromisslose Umsetzung des digitalen Behandlungsplans.

Nach Abschluss der Implantation wurden alle Implantate sorgfältig kontrolliert, das Operationsgebiet versorgt und anschließend Multi-unit-Abutments eingesetzt, die für die sofortige prothetische Versorgung vorgesehen waren.

Zum Abschluss der chirurgischen Phase wurde mithilfe eines intraoralen Scanners ein digitaler Implantatabdruck erstellt und unmittelbar an das hauseigene Dentallabor übermittelt.

Dank des vollständig digitalen Workflows konnte die Herstellung der provisorischen Brücken unmittelbar nach Beendigung der Operation beginnen.

Herstellung der provisorischen Brücken (Laborphase)

Unmittelbar nach dem chirurgischen Eingriff begann im hauseigenen CAD/CAM-Dentallabor die Herstellung der provisorischen festsitzenden implantatgetragenen Brücken.

Die Rekonstruktionen wurden auf Grundlage der digitalen Implantatabformung sowie des zuvor freigegebenen virtuellen Behandlungsplans gefertigt.

Dabei wurden erhalten:

  • die neue vertikale Bisshöhe,
  • die geplante Zahnanatomie,
  • Zahnlänge,
  • Form der Zähne,
  • Ästhetik des zukünftigen Lächelns.

Die provisorischen Brücken erfüllten mehrere wesentliche Funktionen:

  • sofortige Wiederherstellung der Ästhetik,
  • Wiederherstellung der Kaufunktion,
  • Ausformung der periimplantären Weichgewebe,
  • Stabilisierung der neuen Okklusion,
  • funktionelle Erprobung der definitiven Versorgung.

Vierter Behandlungstermin – Sofortbelastung der Implantate (ca. 1 Stunde)

Bereits am Morgen nach der Operation erschien die Patientin erneut zur Eingliederung der verschraubten provisorischen Brücken.

Der Termin dauerte etwa eine Stunde.

Die provisorischen Brücken wurden fest auf den Implantaten verschraubt und anschließend umfassend überprüft.

Der Behandler kontrollierte:

  • den passiven Sitz der Konstruktionen,
  • die Stabilität der gesamten Versorgung,
  • die Adaptation an die Weichgewebe,
  • die Ästhetik des Lächelns,
  • die vertikale Bisshöhe,
  • die Kieferrelationen,
  • die Sprachfunktion.

Zur maximalen Präzision wurde anschließend eine digitale Okklusionsanalyse mit dem OccluSense®-System durchgeführt.

Auf Grundlage dieser computergestützten Analyse waren lediglich minimale okklusale Korrekturen erforderlich, um eine gleichmäßige Belastungsverteilung auf alle Implantate sicherzustellen.

Nach Abschluss der Anpassungen wurden durchgeführt:

  • eine vollständige Fotodokumentation,
  • ein Kontroll-OPG.

Die radiologische Kontrolle bestätigte sowohl die korrekte Position sämtlicher Implantate als auch den präzisen Sitz der provisorischen Brücken.

Die Patientin befand sich in stabilem Allgemeinzustand. Es traten weder aktive Blutungen noch postoperative Komplikationen auf.

Bereits bei dieser ersten Nachkontrolle äußerte sie eine außerordentlich hohe Zufriedenheit mit dem bisherigen Behandlungsergebnis.

Besonders positiv bewertete sie:

  • die natürliche Zahnanatomie,
  • die Zahnlänge,
  • die Zahnform,
  • die harmonische Ästhetik ihres neuen Lächelns,
  • den hohen Komfort beim Sprechen.

Fünfter Behandlungstermin – Kontrolle nach drei Monaten

Etwa drei Monate nach der Implantation erschien die Patientin zur routinemäßigen Nachkontrolle.

Die Untersuchung dauerte ungefähr 30 Minuten.

Dabei wurden beurteilt:

  • Stabilität der Implantate,
  • Heilungsverlauf,
  • Zustand der periimplantären Weichgewebe,
  • Stabilität der provisorischen Versorgung,
  • Mundhygiene,
  • Okklusionsfunktion.

Die klinische Untersuchung bestätigte einen komplikationslosen Heilungsverlauf.

Alle Implantate waren vollständig stabil.

Die periimplantären Weichgewebe präsentierten sich reizfrei, rosafarben und ohne Entzündungszeichen.

Schmerzen, Schwellungen oder Blutungen wurden nicht festgestellt.

Die häusliche Mundhygiene wurde als ausgezeichnet bewertet.

Die Patientin hatte sämtliche Empfehlungen konsequent befolgt.

Sie hatte sich hervorragend an die neue Okklusion angepasst und war sowohl mit der Funktion als auch mit der Ästhetik der provisorischen Versorgung äußerst zufrieden.

Auch die Nahrungsaufnahme erfolgte ohne jegliche Einschränkungen.

Aufgrund der erfolgreichen Osseointegration und des komplikationslosen Heilungsverlaufs wurde die Patientin für die definitive prothetische Versorgung eingeplant.

Sechster Behandlungstermin – Beginn der definitiven prothetischen Versorgung

Etwa fünf Monate nach der Implantation erschien die Patientin zur Einleitung der definitiven prothetischen Phase.

Der Termin dauerte ungefähr zwei Stunden.

Die klinische Untersuchung bestätigte die vollständige Osseointegration aller Implantate.

Sämtliche Implantate waren vollständig stabil, die periimplantären Weichgewebe waren vollständig abgeheilt und frei von Entzündungszeichen, sodass mit der Herstellung der definitiven implantatgetragenen Rekonstruktion begonnen werden konnte.

Nach dem Entfernen der provisorischen Brücken wurden die Implantate, Multi-unit-Abutments sowie die periimplantären Weichgewebe sorgfältig untersucht.

Da innerhalb von fünf Monaten eine vollständige Heilung und Remodellierung des Zahnfleisches stattgefunden hatte, wurden die während der Sofortbelastungsphase verwendeten Multi-unit-Abutments durch definitive Multi-unit-Abutments mit niedrigerem Profil ersetzt, die optimal an die endgültige Form der ausgeheilten Weichgewebe angepasst waren.

Dieser Austausch ermöglichte:

  • ein optimales Emergenzprofil,
  • eine verbesserte Ästhetik,
  • einen präziseren Sitz der definitiven Versorgung,
  • optimale Voraussetzungen für die tägliche Mundhygiene.

Nach dem Austausch der Abutments wurden Scanbodies auf den Implantaten befestigt und mittels intraoralem Scanner neue digitale Abformungen des Ober- und Unterkiefers erstellt.

Gleichzeitig wurden die definitive Bissregistrierung und die Kieferrelationen digital erfasst, die als Grundlage für die Herstellung der endgültigen prothetischen Versorgung dienten.

Alle digitalen Daten wurden unmittelbar an das hauseigene CAD/CAM-Labor übertragen, wo die Fertigung der definitiven Rekonstruktionen begann.

Nach Abschluss der digitalen Abformung wurden die provisorischen Brücken wieder eingesetzt, sodass die Patientin während der gesamten Herstellungszeit der endgültigen Versorgung keinerlei funktionelle Einschränkungen hatte.

Abschließende ästhetische Beratung

Während dieses Termins erfolgte außerdem die finale ästhetische Abstimmung.

Gemeinsam mit der Patientin wurde die endgültige Zahnfarbe A1 ausgewählt.

Ebenso wurden nochmals beurteilt:

  • Zahnanatomie,
  • Zahnlänge,
  • Zahnform,
  • Zahnstellung,
  • Gesamtästhetik des Lächelns.

Die Patientin zeigte sich mit Form, Länge und Erscheinungsbild der provisorischen Versorgung vollständig zufrieden und wünschte, dass das definitive Zahnersatzdesign exakt übernommen wird.

Herstellung der definitiven Rekonstruktion

Nach Abschluss der digitalen Abformung begann im hauseigenen CAD/CAM-Dentallabor die Herstellung der definitiven implantatgetragenen Versorgung.

Zunächst wurden auf Grundlage der digitalen Daten individuelle Titanstege (Titanium Bars) konstruiert und anschließend hochpräzise gefräst.

Diese Titanstege bilden das tragende Gerüst der gesamten Rekonstruktion und gewährleisten:

  • maximale mechanische Stabilität,
  • langfristige Belastbarkeit,
  • passgenauen Sitz auf den Implantaten,
  • optimale Verteilung der Kaukräfte,
  • hervorragende Biokompatibilität.

Nach Fertigstellung der Titanstege wurden definitive verschraubte vollanatomische Zirkonbrücken aus dem mehrschichtigen Hochleistungsmaterial IPS e.max ZirCAD Prime in der Zahnfarbe A1 hergestellt.

Dieses Material wurde aufgrund seiner:

  • außergewöhnlich hohen Festigkeit,
  • hervorragenden Langzeitstabilität,
  • hohen Verschleißfestigkeit,
  • natürlichen Transluzenz,
  • exzellenten ästhetischen Eigenschaften

ausgewählt.

Jeder einzelne Zahn wurde entsprechend dem während der provisorischen Phase bestätigten Design individuell modelliert.

Nach dem CAD/CAM-Fräsprozess wurden sämtliche Rekonstruktionen von Hand charakterisiert, individualisiert und glasiert, um eine möglichst natürliche Zahnästhetik zu erzielen.

Siebter Behandlungstermin – Eingliederung der definitiven Zirkonbrücken

Etwa einen Monat nach der definitiven digitalen Abformung waren die endgültigen Rekonstruktionen fertiggestellt, und die Patientin wurde zur Eingliederung eingeladen.

Der Termin dauerte ungefähr zwei Stunden.

Zunächst wurden die provisorischen Brücken entfernt und eine abschließende Kontrolle der Implantate, Multi-unit-Abutments und periimplantären Weichgewebe durchgeführt.

Anschließend wurden beide definitiven verschraubten Brücken auf den individuell gefertigten Titanstegen eingesetzt.

Der Behandler überprüfte sorgfältig:

  • den passiven Sitz der Konstruktionen,
  • die Präzision der Verbindung zu den Multi-unit-Abutments,
  • die Adaptation an das Zahnfleisch,
  • die Stabilität der gesamten Rekonstruktion,
  • die Ästhetik des Lächelns,
  • die Anatomie jedes einzelnen Zahnes,
  • die Länge der Frontzähne,
  • den Verlauf der Schneidekanten,
  • die Lippenunterstützung,
  • die Phonetik,
  • die Kieferrelationen.

Die definitive Versorgung entsprach exakt der Anatomie, die sich während der mehrmonatigen Tragezeit der provisorischen Brücken funktionell und ästhetisch bewährt hatte.

Der Übergang zwischen den Brücken und den Weichgeweben war harmonisch gestaltet und ermöglichte eine ausgezeichnete tägliche Mundhygiene.

Nach dem Einsetzen der Brücken wurde erneut eine digitale Okklusionsanalyse mit dem OccluSense®-System durchgeführt.

Lediglich minimale okklusale Korrekturen waren erforderlich, um eine gleichmäßige Belastung der gesamten Rekonstruktion sicherzustellen.

Nach Abschluss der prothetischen Versorgung wurden durchgeführt:

  • Kontroll-OPG,
  • vollständige Fotodokumentation,
  • Kontrolle des Anzugsdrehmoments aller Befestigungsschrauben,
  • Verschluss sämtlicher Schraubenkanäle,
  • abschließende funktionelle und ästhetische Kontrolle.

Das Kontroll-OPG bestätigte den exakten Sitz sowohl der Titanstege als auch der definitiven Zirkonbrücken sowie die ideale Position aller Implantate.

Die Patientin zeigte sich mit dem Behandlungsergebnis außerordentlich zufrieden.

Besonders hervor hob sie:

  • die natürliche Zahnanatomie,
  • die Zahnlänge,
  • die Zahnform,
  • die Ästhetik ihres Lächelns,
  • die Zahnfarbe A1,
  • den hohen Komfort beim Sprechen,
  • den angenehmen Kaukomfort,
  • das natürliche Gefühl der neuen Zähne.

Zum Abschluss erhielt die Patientin nochmals ausführliche Anweisungen zur langfristigen Pflege implantatgetragener festsitzender Rekonstruktionen.

Die korrekte Anwendung von Interdentalbürsten, Einbüschelbürsten sowie weiterer spezieller Implantatpflegeprodukte wurde erneut demonstriert.

Darüber hinaus wurde sie in ein regelmäßiges Recall-Programm mit professioneller Dentalhygiene und Kontrolluntersuchungen aufgenommen, das für den langfristigen Erfolg implantologischer Versorgungen unerlässlich ist.

Behandlungsabschluss

Die vollständige Gebissrehabilitation wurde innerhalb von rund sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen.

Die gesamte Behandlung erfolgte nach einem vollständig digitalen Behandlungskonzept, das moderne Diagnostik, navigierte Implantologie, digitale Prothetik und ein hauseigenes CAD/CAM-Dentallabor miteinander kombinierte.

Sowohl der Ober- als auch der Unterkiefer wurden nach dem All-on-4®-Konzept vollständig rehabilitiert.

Dank des Sofortbelastungsprotokolls (Immediate Loading) erhielt die Patientin bereits am Tag nach der Implantation festsitzende provisorische Brücken und musste während der gesamten Behandlung zu keinem Zeitpunkt eine herausnehmbare Prothese tragen.

Nach erfolgreicher Osseointegration wurden die provisorischen Rekonstruktionen durch definitive verschraubte implantatgetragene Brücken auf individuell gefrästen Titanstegen ersetzt.

Die endgültige Versorgung wurde aus hochwertigem mehrschichtigem IPS e.max ZirCAD Prime in der Zahnfarbe A1 gefertigt und vereint außergewöhnliche Festigkeit, langfristige Stabilität und eine äußerst natürliche Ästhetik.


Eingesetzte digitale Technologien

Während der Behandlung kamen folgende moderne Technologien zum Einsatz:

  • 3Shape Intraoralscanner
  • CBCT (Digitale Volumentomographie)
  • Digitale CAD/CAM-Behandlungsplanung
  • Eigenes CAD/CAM-Dentallabor
  • STA™ Computer-Controlled Local Anesthesia
  • SIROLaser Blue Diodenlaser
  • Rapid Shape / Straumann 3D-Drucksystem für chirurgische Navigationsschablonen
  • Digitale Fotodokumentation
  • OccluSense® digitale Okklusionsanalyse
  • Zusammenarbeit mit spezialisierten Zahntechnikern und einem erfahrenen CAD/CAM-Team

Behandlungsergebnis

Nach Abschluss der Behandlung wurden sämtliche funktionellen, biologischen und ästhetischen Therapieziele vollständig erreicht.

Die Behandlung ermöglichte:

  • den vollständigen Ersatz aller nicht erhaltungswürdigen und fehlenden Zähne,
  • die Wiederherstellung einer physiologischen und stabilen Okklusion,
  • harmonische Kieferrelationen,
  • eine natürliche Zahnanatomie,
  • optimale Zahnproportionen,
  • ein ästhetisches Lächeln entsprechend den Wünschen der Patientin,
  • die individuelle Zahnfarbe A1,
  • die vollständige Wiederherstellung der Kaufunktion,
  • eine deutliche Verbesserung der Phonetik,
  • die Wiederherstellung der natürlichen Unterstützung von Lippen und Gesichtsweichteilen.

Die klinischen und radiologischen Nachuntersuchungen bestätigten die erfolgreiche Osseointegration aller acht Neobiotech IS III Active Implantate.

Alle Implantate waren vollständig stabil und wiesen keinerlei Mobilität oder mechanische Komplikationen auf.

Die periimplantären Gewebe waren vollständig ausgeheilt.

Das Zahnfleisch zeigte eine gesunde rosafarbene Erscheinung, eine feste Konsistenz und einen physiologischen Verlauf entlang der definitiven Rekonstruktionen.

Bei den Kontrolluntersuchungen wurden keinerlei Hinweise festgestellt auf:

  • Rötung,
  • Blutung,
  • Schwellung,
  • periimplantäre Mukositis,
  • Periimplantitis,
  • Freilegung der Implantate,
  • freiliegende Implantatgewinde,
  • pathologischen periimplantären Knochenverlust.

Der Übergang zwischen der definitiven Rekonstruktion und den Weichgeweben war harmonisch gestaltet und gewährleistete eine ausgezeichnete tägliche Mundhygiene.

Die Patientin arbeitete während des gesamten Therapieverlaufs vorbildlich mit und hielt sämtliche Empfehlungen hinsichtlich Mundhygiene und Nachsorge konsequent ein.

Die ausgezeichnete Mundhygiene trug wesentlich zum komplikationslosen Heilungsverlauf und zur langfristigen Stabilität der implantologischen Versorgung bei.

Eingesetztes Behandlungskonzept

  • All-on-4® im Oberkiefer
  • All-on-4® im Unterkiefer
  • Sofortbelastung der Implantate
  • Verschraubte implantatgetragene Brücken
  • Individuell gefräste Titanstege
  • Mehrschichtiger Hochleistungszirkon IPS e.max ZirCAD Prime
  • Digital geplante navigierte Implantologie
  • Vollständiger digitaler CAD/CAM-Workflow
  • Eigenes zahntechnisches Labor
3shape
Modjaw
SiroLaser Blue
3D-Printer Rapidshape Straumann

Gesamtbewertung

Das Ergebnis der Behandlung ist eine vollständig funktionelle, biologisch stabile und hochästhetische Gebissrekonstruktion, welche die Kaufunktion, eine stabile Okklusion, den Komfort beim Sprechen und Essen sowie vor allem ein natürliches und selbstbewusstes Lächeln wiederhergestellt hat.

Die Patientin äußerte sich außerordentlich zufrieden mit dem Endergebnis. Besonders positiv bewertete sie die natürliche Anatomie der neuen Zähne, deren Form, Länge und Farbe, den hohen Komfort im Alltag sowie den Umstand, dass während der gesamten Behandlung keine herausnehmbare Prothese erforderlich war.

Dieser klinische Fall zeigt eindrucksvoll, dass die Kombination aus moderner digitaler Diagnostik, navigierter Implantologie, individueller Behandlungsplanung, einem erfahrenen chirurgischen und prothetischen Team sowie einem eigenen CAD/CAM-Dentallabor langfristig vorhersagbare Ergebnisse mit höchstem funktionellem und ästhetischem Niveau ermöglicht.

Das All-on-4®-Konzept stellt für Patienten mit umfangreichem Zahnverlust oder fortgeschrittener Parodontitis eine zuverlässige Therapieoption dar. Bei sorgfältiger Indikationsstellung, präziser Planung und konsequenter Nachsorge bietet diese Methode eine langfristig stabile, komfortable und ästhetisch hochwertige Alternative zum natürlichen Gebiss.

Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff

Termin bereits in
24 Stunden.

Wir wissen, dass Sie nicht auf Ihre Gesundheit warten wollen. Schnelle Terminvereinbarung für Untersuchungen und Eingriffe innerhalb von 2 Werktagen.

 

Alles unter
einem Dach.

Sie müssen nirgendwo anders hingehen – wir kümmern uns um alles an einem Ort, mit einem Team aus erfahrenen Spezialisten, die eng zusammenarbeiten.

Hohe Qualität
mit Garantie.

Biokompatible Materialien von höchster Qualität gewährleisten eine lange Lebensdauer der Prothesen und Komfort im täglichen Gebrauch.

Präzise
3D-Diagnostik.

Dank modernster 3D-Technologie sehen wir jedes Detail. So können wir die Behandlung mit maximaler Präzision und Sicherheit planen.

„Bei der Zahngesundheit geht es nicht nur um Technologien – es geht vor allem um Vertrauen, Empathie und Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient.“

Viktor Levčenko | Geschäftsführer und Direktor
0 %
zufriedene Patienten
0 +
Jahre Erfahrung in der Zahnmedizin
0 +
schöne Lächeln
0 +
Zertifikate und Bescheinigungen
Der Weg zum perfekten Lächeln beginnt hier

Vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin!