Klinischer Fall

Komplexe okklusale Rehabilitation mit Zirkonoxidkronen

Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff

Eine vollständige dentale Rekonstruktion mit dem Ziel, die korrekte okklusale Funktion, Ästhetik und langfristige Stabilität mithilfe vollkeramischer Zirkonoxidkronen wiederherzustellen.

Behandlungsdauer

1 Monat

Behandlungszeit in der Klinik

6 Tage

Verwendete Technologien

Zirkonoxidkronen

Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff

Ausgangssituation und Behandlungsplan

Ein 34-jähriger Patient stellte sich in unserer Klinik mit dem Wunsch nach einer umfassenden vollumfänglichen Zahnsanierung vor. Er war seit längerer Zeit unzufrieden mit der Ästhetik seines Lächelns und litt unter wiederholtem Versagen früherer Restaurationen sowie einer fortschreitenden Verschlechterung der dentalen Funktion.

Ziel der Behandlung war die Wiederherstellung korrekter okklusaler Beziehungen, die Stabilisierung des Bisses sowie ein dauerhaft funktionelles und ästhetisch ansprechendes Ergebnis mithilfe von Zirkonoxidkronen.

Anamnese und subjektive Beschwerden

  • Unbefriedigende Ästhetik der Zähne
  • Fortschreitender Zahnverschleiß
  • Wiederholte Zahnfrakturen nach vorherigen Behandlungen
  • Beschwerden beim Kauen

Frühere Behandlungen erfolgten segmentiert ohne Berücksichtigung der okklusalen Beziehungen, was zu einer zunehmenden Instabilität des Bisses führte.

Klinischer Fall

Ausgangsbefund

Die klinische und radiologische Untersuchung ergab:

  • Mehrere insuffiziente Füllungen und Kronen
  • Generalisierte Abrasion und Attrition der Zahnhartsubstanz
  • Gestörte okklusale Beziehungen
  • Hinweise auf Überlastung einzelner Zähne aufgrund einer nicht physiologischen Okklusion
Vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff
Diagnostik

Initiale Diagnostik

Es wurde ein umfassendes diagnostisches Protokoll durchgeführt, einschließlich:

  • Intra- und extraorale Fotodokumentation
  • DVT (CBCT – digitale Volumentomographie)
  • Intraoraler Scan mit dem 3Shape-System
  • Analyse der Unterkieferdynamik mit dem Modjaw-System

Eine 4D-Analyse der Unterkieferbewegungen wurde mithilfe des Modjaw-Systems durchgeführt, wodurch individuelle kinematische Parameter, einschließlich der Neigung der Kondylenbahnen und der Kondylenbewegungen, präzise bestimmt werden konnten. Diese Daten wurden für die digitale okklusale Planung und prothetische Rekonstruktion verwendet.

Auf Grundlage der erhobenen Daten wurde im digitalen Labor eine detaillierte Analyse des stomatognathen Systems und der okklusalen Beziehungen durchgeführt.

Das digitale Wax-up und die artikulatorische Analyse ermöglichten:

  • Bestimmung der optimalen vertikalen Dimension der Okklusion
  • Geplante Erhöhung des Bisses um 2,05 mm
  • Gestaltung der finalen Zahnform

Nach Abschluss der Diagnostik wurde dem Patienten ein detaillierter Behandlungs- und Kostenplan vorgestellt.

Vorgeschlagener Behandlungsplan

Vorgeschlagener Behandlungsplan

  • Austausch insuffizienter bestehender Restaurationen
  • Anfertigung eines diagnostischen Mock-ups (Prototyp der zukünftigen Rekonstruktion)
  • Funktionelle und ästhetische intraorale Erprobung
  • Anschließende Präparation und vollständige prothetische Rekonstruktion mit Zirkonoxidkronen
Modjaw-System
Simulation individueller Unterkieferbewegungen
Virtuelles Wax-up
Behandlungsablauf

Behandlungsablauf

Phase 1 — Sanierung der Mundhöhle

Austausch insuffizienter Restaurationen und Stabilisierung des Gebisses.

Phase 2 — Mock-up

Anfertigung und intraorale Eingliederung eines diagnostischen Mock-ups zur Beurteilung von:

  • Ästhetik
  • Phonetik
  • Okklusalen Beziehungen

Nach Zustimmung des Patienten wurde die definitive Behandlung begonnen.

Phase 3 — Präparation und provisorische Versorgung

  • Tag 1
  • Minimalinvasive Präparation der Zähne im Unterkiefer
  • Sofortige Eingliederung provisorischer Kronen anhand eines Silikonschlüssels basierend auf dem Mock-up
  • Tag 2
  • Präparation der Zähne im Oberkiefer
  • Eingliederung laborgefertigter provisorischer Kronen
  • Tag 3
  • Okklusionskontrolle und -anpassung
  • Fotodokumentation
  • Intraoraler Scan

Phase 4 — Definitive Rekonstruktion

  • Tag 4
  • Eingliederung der Zirkonoxidkronen im Oberkiefer
  • Tag 5
  • Eingliederung der Zirkonoxidkronen im Unterkiefer
  • Anfertigung einer Schutzschiene für den Oberkiefer

Phase 5 — Kontrolle

  • Tag 6
  • Beurteilung von Funktion, Ästhetik und Okklusion mithilfe des OccluSense-Systems zur digitalen Visualisierung der okklusalen Kraftverteilung.

3-Wochen-Kontrolle

Bestätigung der klinischen Stabilität und erfolgreichen Adaptation des Patienten.

Verwendete Technologien

  • 3Shape Intraoralscanner
  • Modjaw 4D-Kieferbewegungsanalyse
  • Digitale CAD/CAM-Laborarbeit
  • Carl Zeiss Operationsmikroskop
  • Computerassistierte Anästhesie (ComputerTech STA)
  • SiroLaser Blue
  • Rapidshape Straumann 3D-Drucker
  • Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Zahntechniker
3Shape Intraoralscanner
Modjaw 4D-Kieferbewegungsanalyse
SiroLaser Blue
Rapidshape Straumann 3D-Drucker
ComputerTech anesthesia STA
ZEISS EXTARO 300

Behandlungsergebnis

Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Stabile und harmonische Okklusion
  • Wiederherstellung der korrekten vertikalen Dimension der Okklusion
  • Deutliche Verbesserung der Ästhetik des Lächelns
  • Vollständige funktionelle Rehabilitation des Kauapparates

Der Patient berichtet über eine vollständige Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis.

Vor dem Eingriff
Nach dem Eingriff
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„Bei der Zahngesundheit geht es nicht nur um Technologien – es geht vor allem um Vertrauen, Empathie und Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient.“

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